René Spitz hat Geschichte, Germanistik und Kommunikationswissenschaft in München und Köln studiert. Parallel dazu arbeitete er in der Werbung, unter anderem mit dem Designer Otl Aicher. Von dessen Werk beeindruckt, beschäftigte er sich mit der Frage, warum die legendäre Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm nach nur 15 Jahren Existenz 1968 geschlossen wurde. Daraus entstand 1997 seine Promotion über die politische Geschichte der HfG Ulm, deren Überarbeitung 2002 von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wurde.
Seit 1994 veröffentlicht Spitz Designkritiken, seit 1998 vor allem in der Kultursendung »Mosaik« auf WDR 3. Dort sind bislang mehr als 200 Beiträge von ihm erschienen, unter anderem eine wöchentliche Kolumne, in der er gemeinsam mit Jörg Biesler vertraute Designklassiker des Alltags unter die Lupe nimmt.
Seit 2002 hat er mehrere Lehraufträge über Designgeschichte, -theorie und -kritik übernommen. 2003 berief ihn das Internationale Forum für Gestaltung (IFG) Ulm in den Fachbeirat. Von 2004 bis 2007 engagierte er sich als dessen Vorsitzender für die programmatische Neuausrichtung des IFG Ulm.