Uwe Lammla

Bis vor 50 Jahren dachten die Deutschen bei dem Wort "Gedichte" zuerst an die Balladen Goethes und Schillers. Seither hat sich die öffentliche Wahrnehmung dieses Wortes bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet. Gedichte sind heute Spielereien, mit denen der Autor das Publikum zum Narren hält, Texte, die jenseits des Kausalprinzips und aller überprüfbaren Wertmaßstäbe siedeln. Kein Wunder, daß immer mehr Verlegern das Papier, immer mehr Buchhändlern der Regalplatz, immer mehr Lesern Zeit und Geldbeutel dafür zu schade sind.

Dies liegt aber nicht am Gedicht an sich, sondern an den Scharlatanen, die sich dieser Kunst bemächtigt haben, und einer volksfremden Elite, die solche Elaborate hochjubelt. Echte Dichtung hat mit Fragen von allgemeiner Bedeutung zu tun, echte Dichtung gestaltet mit tradierten Rezeptionsgewohnheiten, echte Dichtung setzt die sprachlichen Mittel zur Verdeutlichung der Sache und nicht zur Verundeutlichung ein. Die Themen von Uwe Lammla sind die Heimat, das deutsche Volk und Reich, der christliche Glaube und seine antiken und germanischen Wurzeln. Er leitet die Dichtung vom Volkslied her, auch wenn er Form und Botschaft nicht simplifiziert. Seit einigen Jahren schreibt er außerdem Theaterstücke in Versen, die wohl sicher eher im Ausland aufgeführt werden als in Deutschland. Er wurde 1961 in Thüringen geboren, ging 1984 nach Bayern und kehrte 2009 in seine Heimat zurück. Im Brotberuf ist er Verleger und Buchhändler.

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