Olaf-Axel Burow

We don´t need no education?

Tu nur das, was dich wirklich interessiert!

Nach dem ersten Staatsexamen (1980) für die Sekundarstufe 1 (Deutsch und Pädagogische Psychologie) arbeitete ich an der Christoph-Ruden-Grundschule in Berlin Neukölln. Ich unterrichtete Mathematik, Deutsch und Musik. Aber vor allem organisierte ich, kaum vier Wochen an der Schule, eine spannende Klassenfahrt und konnte erneut erleben, wie anders sich Schüler in freien, nicht-didaktisierten, offenen Räumen bewegen. Zwischenzeitlich erschien eine radikale Kritik des schulischen Lernens, die ich zusammen mit Karlheinz Scherpp unter dem programmatischen Titel "Lernziel: Menschlichkeit" (1981) im Kösel-Verlag veröffentlichte. Hier beschrieben wir aus gestaltpädagogischer Sicht wie ein Lernen und Lehren aussehen könnte, das unseren Vorstellungen entsprach. Nach dem zweiten Staatsexamen, war ich mit einem Einstellungsstopp konfrontiert, der mich erneut eine Einsicht lehrte, die ich auch heute meinen Studierenden zu vermitteln suche: Zentral für den beruflichen und privaten Erfolg ist, dass man diejenigen Themen herausfindet, die einen wirklich interessieren. als meine Versetzung in der siebten Klasse gefährdet war und mir als letzte Chance das Wiederholen einer Chemiearbeit angeboten worden war, hatte ich kurzerhand den Multiple-Choice-Bogen zerknüllt und meiner Lehrerin mit folgenden Worten vor die Füße geworfen: "Ich muss jetzt Gitarre üben. Das ist wichtiger!" Ich wurde nicht versetzt. Doch 18 Jahre später bekam ich genau aus diesem Grund eine Stelle als Musiklehrer. Musiklehrer waren, wie ich wusste, vom Einstellungsstopp ausgenommen. Also ging ich zur Schulrätin und erklärte ihr, dass ich seit 18 Jahren Gitarre spiele und in der Lage wäre, fachfremd Musik zu unterrichten... Ich wurde sofort eingestellt.

Meine Biographie finden Sie auch mit einem Film ausführlich unter:

http://www.olaf-axel-burow.de/index.php/meine-bio

Seit 2018 Direktor des IF-Institute for Future Design

Infos: www.if-future-design.de