Christian Schmid-Egger

Nicht nur als Leser, sondern auch als Autor stellt man sich zuallererst die Frage, wo alles angefangen hat. Meine schreibenden Erinnerungen reichen eindeutig bis zum Deutschaufsatz in der Oberstufe zurück. Dort gab es meist 15 Punkte für den kreativen Inhalt und einen Abzug für zu viele Flüchtigkeitsfehler. Und meine Schrift war kaum leserlich... Ich bin also jemand, der eindeutig von Computern und Rechtschreibprogrammen profitiert und jetzt schon allen seinen bisherigen und künftigen Lektoren für ihre Mühen und ihre Geduld dankt...

Dennoch schaffte ich irgendwie das Abitur, ein Studium (der Agarwissenschaften) und arbeite anschliessend ein paar Jahre in der Wissenschaft. Doch 1996 verließ mich die Lust dazu und es wurde Zeit für einen Richtungswechsel. Hier kam mein offensichtliches Schreibtalent wieder zum Tragen. Ich bewarb mich für ein Aufbaustudium "Journalismus", wurde genommen und war ab sofort Journalist. Jetzt begann jedoch erst die harte Schule des Schreibens. Rot wurde künftig zur beherrschenden Farbe in meinem Leben. Rote Anmerkungen und Korrekturen verschiedener Ausbilder und Redakteure zierten ab sofort meine Texte, jede Formulierung wurde gnadenlos unter die Lupe genommen keine Formulierung so belassen, wie sie war. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, und bis zum Feuilleton in der FAZ ist es ein weiter Weg, wurde uns gesagt.

Doch ich wurde kein Journalist. Ich entschied mich für die Public Relations. In der Pressestelle eines internationalen Pharmaunternehmens und in einer Agentur für PR lernte ich die "Marketingschreibe", die sich vom journalistischen Schreiben vor allem durch den Einsatz von Gefühlen unterscheidet - sehr verkürzt wiedergegeben. Das machte mir dann schon mehr Spass. Doch dann waren die Lehrjahre auch schon vorbei.

2001 machte ich mich als Trainer für Kommunikation selbständig. Schreiben war immer noch gefragt, in Sachen Eigen-PR, für Kunden, kurz, ich schrieb eigentlich immer. Ja, irgendwann entwickelte ich mich dann sogar zum Schreib-Lehrer mit einem eigenen Seminar "Texten wie ein Profi", bei welchem ich dann den Rotstift ansetzen darf. Meine Teilnehmer mögen mir das verzeihen, doch Ihnen macht das Schreiben lernen bei mir stets grossen Spass.

Nun folgte der nächste grosse Schritt im Leben eines Texters. Der Schritt zum richtigen Buch-Autor. Kontakte zum Beck- und GU-Verlag in München machten dies möglich. Zusammen mit meiner Trainerkollegin Caroline Krüll sowie alleine veröffentlichte ich in der Folge eine Reihe von Fachbüchern zu Kommunikations- und Auftrittsthemen. Anfang 2013 erscheint ein weiteres Buch "Medientraining" in der UVK-Verlagsgesellschaft. Das Sachbuch-Schreiben war anfangs eine echte Herausforderung und entwickelte sich inzwischen zu einer wirklichen Leidenschaft.

Was kommt jetzt? Welcher Entwicklungsschritt wird der nächste sein? Belletristik? Ein eigener Roman? Oder weiter in der Sachbuchbranche bleiben? Auch hierzu gibt es Ideen, lassen Sie sich dazu gerne überraschen.

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