Rainer Rauch

Vita Dr. Rainer Rauch

Im Januar 1946 kam mein Papa aus amerikanischer Gefangenschaft und konnte endlich meine Mutter, die er seit 1943 nicht mehr gesehen hatte, in die Arme schließen. Neun Monate später erblickte ich dann das Licht der Welt, genau am 29.10.1946.

Wer wissen will, wie wir damals gelebt haben, sollte sich „Das Wunder von Bern“ anschauen, es war sehr ärmlich, aber schön, weil wir frei waren, niemand konnte sich um die Blagen kümmern. Irgendwann 1953 begann dann der Ernst des Lebens, ich kam in die Schule, aber schon 1966 war das wieder vorbei.

Jetzt wurde es richtig Ernst, denn ich sollte Mathe studieren, Wunsch von Papa und wegen des „sehr gut“ im Abi. Leider bin ich ein kommunikativer Mensch, aber alle Gespräche über Mathe enden mangels Zuhörern nach ca. 2 Minuten (Es ist mir nie gelungen irgendjemand das Wesen einer Epsilon Umgebung zu erklären oder warum (unendlich + 1) ebenfalls unendlich ist). Das war sehr bedauerlich, weil ich das spannend fand und auch noch finde, aber …

Ich habe mich dann für „Französisch“ entschieden, weil wir seit 1961 in der Bretagne Camping Urlaub gemacht hatten und ich ein bisschen radebrechen konnte. Da ich im Oktober 1967 volljährig wurde, durfte ich das auch allein entscheiden.

Aufnahmetest an der RUB, ein Diktat, 57 Fehler, schlechtester von allen. Das fing nicht gut an, aber meine Aussprache war top mit leichtem bretonischen Akzent.

Im Rahmen einer sprachwissenschaftlichen Veranstaltung habe ich dann eine 4-dimensionale Darstellung des französischen Lautsystems (Mathe sei Dank) vorgestellt und wurde von den Mitstudenten ausgelacht. Aber der Dozent, Prof. Figge war gerade auf der Suche nach Mitarbeitern für ein Projekt „Automatische Übersetzung“ und so bekam ich nach der Veranstaltung einen Job als HiWi (Hilfs Wissenschaftler) angeboten.

Von da an gings bergauf. Staatsexamen mit „sehr gut“ 1972, wissenschaftlicher Mitarbeiter an zwei von Volkswagen finanzierten Forschungsprojekten im Bereich „Sprachunterricht“, dazu eine Stelle als Französisch Dozent an der VHS Recklinghausen, dann Prüfer für Französisch beim deutschen VHS Verband, und dann wurde ich auch noch vom Klett Verlag eingeladen an einem neuen französisch Lehrwerk „A Bientôt“ mitzuarbeiten. Zwischendurch habe ich auch eine Dissertation (summa cum laude) im Bereich der automatischen Übersetzung geschrieben, für die ich einen Preis von der Universität Bochum erhalten habe. Ich hatte also reichlich zu tun.

Trotzdem wollte ich meinen Job an der Uni nicht aufgeben, denn Unterrichten ist meine Leidenschaft. 1982 habe ich dann eine akademische Ratsstelle an der Universität Duisburg erhalten, die ich dann bis 2011 leidenschaftlich wahrgenommen habe. Im Rahmen dieser Lehrtätigkeit sind sehr viele Texte entstanden, die ich für meine Studenten verfasst habe und da ich mich ein bisschen unterbeschäftigt fühle, werde ich hier bei Amazon, diese Texte in überarbeiteter Form sowohl als E-Book im Kindle Format als auch über Create Space als Book on Demand nach und nach veröffentlichen.

Dr. Rainer Rauch

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