Ben Bawey

Ben Bawey ist Politik- sowie Islamwissenschaftler. Schon während seines Abiturs wurde sein Interesse für den Nahen Osten geweckt. Fasziniert von der arabischen Sprache und einer fernen, orientalischen Welt, die manchmal so viel anders sei als die unsere, bereiste Ben Bawey bereits während seines Studiums Länder wie Ägypten oder Syrien. Damaskus, Amman und Kairo wurden zu wichtigen Stationen seines Studium und seines Lebens:

"Vor allem Damaskus war für mich wie eine zweite Heimat. Es ist eine Märchenstadt, in deren engen, von Jasminblüten überwucherten Gassen ein Hauch von 1001 Nacht schwebt - oder vielmehr schwebte. Ich muss mich daran gewöhnen, in der Vergangenheitsform über Orte wie diesen zu sprechen. Im Fernsehen muss ich verfolgen, wie einige der ältesten Städte der Menschheit ausbluten."

Von 2012 bis 2014 lebte Ben Bawey in Tunesien, dem Ausgangsland des "Arabischen Frühlings". Hier entstanden auch "Syriens Kampf um die Golanhöhen" sowie viele der Fotografien, welche Bawey in öffentlichen Präsentationen zeigt.

Zurzeit lebt er in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sein aktuelles Buch beschäftigt sich erneut mit dem Syrienkonflikt und setzt genau da an, wo die abendlichen Nachrichten aufhören: Die Ursachen dieses immer mehr eskalierenden Konfliktes, in den immer mehr Akteure involviert sind und vor dem mehr und mehr Menschen fliehen, werden nicht immer umfassend beleuchtet.

"Assads Kampf um die Macht - Eine Einführung zum Syrienkonflikt" in der Reihe essential von Springer VS setzt genau hier an. Der kompakte Band bietet einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen in Syrien. Ben Bawey legt den Fokus auf die Entstehung des syrischen Staates zum Ende des Ersten Weltkrieges und untersucht die Grundlagen des Konfliktes zwischen Sunniten, Schiiten und Alawiten. Zudem wird gefragt, wie der Islamische Staat scheinbar aus dem Nichts entstehen und in kurzer Zeit zur mächtigen Terrororganisation heranwachsen konnte.

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