Manfred Kurt Bahmann wurde 1930 in Dresden geboren. Sein Vater war ein Reichsbahnbeamter und aktives Mitglied in der Nazi-Partei. Als begeistertes Mitglied der Hitlerjugend hatte Manfred den grossen Wunsch, Marine-Offizier zu werden. Aber im Februar 1945 musste er mit seiner Mutter und juengeren Schwester aus den brennenden Strassen von Dresden fliehen. Ueber Nacht wurde er ein Fluechtling, der alles verloren hatte. Dieses traumatische Ereignis zusammen mit den Offenbarungen der Schrecken des Holocausts erzeugte in ihm zunaechst eine nihilistische Weltanschauung und dann einen tiefen Glauben in die Gegenwart eines lebendigen Gottes. Er studierte Theologie an den Universitaeten von Goettingen, Heidelberg und Bonn unter weltbekannten, deutschen Theologen. In den USA erwarb er sich den Grad von Magister der Theologie (M.Div.) und Doktor der Philosophie (Ph.D.). Als Professor fuer Kirchengeschichte in Argentinien erlebte er in erster Hand die Geburt der lateinamerikanischen Befreiungstheologie bei einer Konferenz roemisch-katholischer Bischoefe 1968 in Medellin, Kolombien. Er hat in den USA, Deutschland und Argentinien als Professor, Gemeindepfarrer, Militaer-Geistlicher und Studentenpfarrer gewirkt. Er haelt viele gut besuchte Vorlesungen ueber theologische Themen. Als Lutheraner besucht er regelmaessig die Gottesdienste einer reform-juedischen Gemeinde am Freitagabend. Er und seine Frau Marianne, eine Musikerin, leben in Pennsylvania.