Liebe Leser,
das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte (A. C. Doyle). Ich schreibe seit einigen Jahren äußerst gern Tagebuch. Noch im dreißigsten Lebensjahr überkam mich nicht die leiseste Ahnung, dass ich heute als 51-jährige Sächsin mein Bordbuch der Achterbahnen nicht mehr missen möchte. Schreiben und Dichten! Diese Tätigkeiten blieben für mich bis dato Fremdwörter. Doch ein unvergessliches Erlebnis zwang mich, mein Denken im Kopf völlig umzugestalten, damit ich seelisch überlebte. Der Mensch kann viel ertragen und leiden. Einziger Ausweg - ich begann mit Aufzeichnungen. Das Füllen leerer Zeilen wurde meine Medizin und heute zum Bedürfnis. Den Alltag und Sonntag teile ich bereits seit über dreißig Jahren mit meinem lieben Mann. Unser gemeinsamer Sohn wohnt und arbeitet in Berlin. Beruflich überlasse ich meine tägliche Arbeitskraft dem Bereich Gesundheitswesen. Am liebsten schreibe ich melancholisch und sinnlich. Es entspricht meinem Wesen. Kein einziger Buchstabe darf aus Leidenschaft ausbrechen und kein einziger Laut verlässt mein Tagebuch, wenn ich es schließe, so leise und sacht schließe, wie ich träumend meine Hände auf einen silbergrauen Haarschopf legen würde. Ich hoffe, Ihnen eine ansprechende Lebensbeschreibung nahe gelegt zu haben. Herzliche Grüße!
Ihre Autorin
Simone Jürgens
P.S. Ich möchte nicht daran glauben, dass ich eine bekannte Schriftstellerin werde. Aber ich glaube daran, dass ich nach dem ersten Buch, welches jetzt im Februar veröffentlicht wurde, auch ein nächstes Werk vollenden werde. Mein Schreiben über das große Thema Liebe bleibt in erster Hinsicht eine Notwendigkeit für mein geistiges Wohlergehen. Und dennoch - Träumen erlaubt!