Ulrike Jonack

Die literarische Heimat von Ulrike Jonack (* 1966) ist die Science Fiction. Die Geschichten des Piloten Pirx von Stanislaw Lem, die jon – so ihr Autorenname vor allem in Internetforen – mit 10 Jahren las, begründeten aber nicht nur diese Liebe, sondern auch den Wunsch, selbst zu schreiben. Kleinere „Publikums-Erfolge“ bei Mitschülern und Wettbewerben deuteten an, dass die Sache sogar Potential hatte. Allerdings klang „Schriftsteller“ nicht nach einem echten Beruf, so dass Ulrike Jonack Chemie studierte.

Vom Schreiben ließ sie aber nie ab – vor allem Alltagsgedichte und Science-Fiction-Geschichten entstanden. Einige der letzteren erschienen im Fanzine „Solar X“ des SF-Clubs Andromeda aus Halle (Saale). Auch einen SF-Roman schrieb jon in diesen Jahren.

Dann der berufliche Wechsel ins „Schreib-Fach“ – zwar immer noch nicht als Schriftsteller aber immerhin als Redakteur im Print-Bereich. Etwas später holte sie das Phänomen Internet ein und öffnete neue Türen. Markstein wurde www.leselupe.de, wo noch heute viele jon-Texte verschiedenster Genres zu lesen sind und wo Ulrike Jonack in die Lektoren-Arbeit hineinschnupperte. Vor allem aber traf sie hier den Verleger, der sich 2001 an „Warén“, jons ersten SF-Roman, heranwagte. Immerhin bekam das Buch den Alien-Contact-Award, einen Aufmerksamkeitspreis des in der SF-Szene durchaus renommierten Magazins.

Es folgten weitere Veröffentlichungen von Kurzgeschichten und Erzählungen; unter anderem in den Anthologien der Leselupe, für deren beide Science-Fiction-Bände jon als Herausgeber fungierte. Schließlich kam die Entscheidung, als Selfpublisher weiterzumachen; parallel dazu begann Ulrike Jonack neben dem Job als Redakteur als freier Lektor zu arbeiten. „Testballon“ für das Selbstveröffentlichen war das Märchen „Der schönste Name der Welt“. Dann folgten – neben einigen SF-Storys, u. a. in E-Books – zwei Science-Fiction-Romane: „Zweisam oder Die Sache mit Akakor“ (2014) und „Tote Helden“ (2015). Auch der aktuelle, der vierte Roman „Allein oder Das Erbe der Terraformer“ (September 2016) bewegt sich inhaltlich im Warén-Umfeld.

Mehr Infos zu jon und ihren Veröffentlichungen gibt es unter www.jonRomane.de.

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