Robert Focken

Gefragt wurde ich vorher nicht, aber man zeugte mich in Holzminden an der Weser. Und das 1963, als das Fernsehen noch schwarzweiß war, zweieinhalb Kanäle hatte und Nutella soviel kostete wie Kaviar. Tja, ich überlebte, wenn auch nur knapp: drei Brüder trieben sich zu Hause noch rum, die einem immer den leckersten Nachtisch wegfutterten. So beschloss ich, groß, stark, schön und reich zu werden. Oder Bademeister, wo man Sommer hat und schwimmen kann. Oder vielleicht in einer Bücherei leben - lesen machte Spaß. Aber träumen noch mehr! Meine heroischen Träumereien mündeten mit Verspätung - ich musste zwischendurch Geschichte studieren und selbst ein paar Kinder zeugen - in mehrere Mittelalter-Romane. Mittlerweile macht es soviel Spaß, dass ich beschlossen habe, Arnulfs Nachkommen durch das gesamte Mittelalter laufen zu lassen. Bis wir irgendwann mal Martin Luther am fernen Horizont riechen... Ich freue mich über jeden, der mich dabei begleitet!

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