Geboren wurde ich am 21. 10.1958. Mein Vater ist Diplom Ingenieur für Maschinenbau, meine Mutter war Arztassistentin in der Gynäkologie.
1977 beendete ich das Gymnasium Borna nur mit GUT wegen mangelnder Zeit. Vorher wurde meine erste, bildhübsche Freundin von mir zur Frau gemacht. Ich wäre wohl lebenslang bei ihr geblieben, wenn es nicht ein Missverständnis gegeben hätte. In dieser Zeit gewann ich die Bezirksmeisterschaft im Motorsport, Sand- und Grasbahnrennen. Danach studierte ich Offizier auf Zeit. Laut Vertrag diente ich 3 Jahre. An der Offiziershochschule der Landstreitkräfte wurde ich zum Unterleutnant ernannt und diente im Straßenbau Regiment in Neuseddin als 1. Zugführer und stellvertretender Kompaniechef. Man bot mir weiteres Studium an und wollte, das ich bei der Nationalen Volksarmee bleibe. 1980 erfolgte die Beförderung zum Leutnant und die Versetzung in den zivilen Bereich.
Zum großen Ärger meines Vaters lehnte ich meinen Studienplatz an der TU Dresden ab und lernte auf dem 2. Bildungsweg Schlosser/ Mechaniker. In der DDR baute ich ein Haus und war der Spezialist für Moskauer Fahrzeuge. Wir, ich und meine Frau, mit der ich eine Tochter habe, hatten Geld und Luxus. Später stellten wir den Antrag auf Ausreise.
In Westdeutschland hatte ich verschiedene Arbeitsstellen als Mechaniker für Bau- Land- und Gartenmaschinen, auch als Kraftfahrzeugmechaniker. Es kam zu Problemen in der Ehe. 1992 erfolgte die Scheidung und parallel zum Beruf versorgte ich meine Tochter 10 Jahre lang allein erziehend. Ich bin heute noch stolz auf sie.
1999 kam ich in einer Anwandlung zu meiner Thai Frau und heiratete diese. Es folgten 8 glückliche Jahre in Deutschland, deren Resultat 2 Kinder waren. Ich bekam eine Anstellung bei Mercedes – Benz als Entwicklungsingenieur im Bereich Brennstoffzellenantriebe. Nach der teuren deutschen Scheidung war ich damit finanziell gut ausgestattet. Meine zusätzlichen Aktivitäten und Einkommen über Ebay und meiner Hausmeisterfirma gestatteten mir, bei meiner Firma eine gute Abfindung zu nehmen und meinen Wohnsitz nach Thailand zu verlegen. Inzwischen war mein Haus im Isaan fertig mit 240 m² Wohnfläche. Ich hatte berechnet, dass meine finanzielle Deckung samt Familie ausreichend ist bis zur Rente.
Wer denkt daran, dass sein größter Feind im Ehebett liegt? 86 Baht waren noch auf meinem Konto. Ich warf meine Frau aus ihrem Haus raus, was ich für 30 Jahre gemietet hatte, ging nach Pattaya und brachte nach kurzer Suche eine neue Freundin mit. Ich musste zurück nach Deutschland und legal aktivierte ich ein kleines, neues Startkapital. Sie holte mich vom Flugplatz ab und wir gingen nach Pattaya.
Mit 50 Jahren hatte ich noch mal das goldige Erlebnis, dass eine 15 Jahre jüngere Frau mich heiß begehrte. Gegen jede Abmachung gebar sie ein Mädchen. Aus 46 kg wurden 60 und aus kleinen Tieren immer größere. Dem Dickkopf mit 50 % moslemischen Blut empfahl ich, zu gehen. Ich vermisse meine niedliche Tochter, jetzt 5 Jahre alt.
Unter dem Einfluss der Ereignisse begann ich einsam im Isaan, Nordostthailand, Tagebuch zu schreiben. Nicht schlecht, aber wen interessiert es? In Pattaya genoss ich meine neue Einsamkeit beginnend mit getrennten Schlafzimmern. Ich hatte Zeit zum Nachdenken und zum Schreiben.
Momentan habe ich ein aufregendes Leben. Ich habe 3 Untervermietungen. Ich muß für diese Thai´s organisieren, reparieren und bauen, Miete eintreiben und teils den Seelsorger spielen. An meinem Biertisch verkehren überwiegend Deutsche der netten Art, aber natürlich auch thai Frauen. Mein Leben bleibt spannend und kein Tag wird so, wie ich ihn mir dachte. Es ist gut so. Es ist gut für die Inspiration und es ist nie langweilig, eher zu viel des Guten.
Am Anfang erstellte ich 6 Patentanmeldungen aus teils alten Ideen mit neuem Input von Asien. Bei Daimler Benz war ich auf Patentschulung und erstellte mit einem Kollegen das erste Patent. An der käuflichen Liebe hatte ich wenig Interesse. Durch die Abwesenheit einer Frau, die es zu lieben lohnt, kompensierte ich meine Gefühle in meine Bücher und konnte meiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich schreibe viel und lese noch mehr – meistens meine eigenen Bücher einhergehend mit Korrekturen. Oft fand ich überraschend, wie schön es sein könnte.
Wenn es mir gelungen ist, meine Emotionen, die ich beim Schreiben hatte, dem Leser zu vermitteln, bin ich zufrieden. Ich bin wahrscheinlich das schwarze Schaf in meiner Familie. Meine Schwester schrieb über DIE KAMBODSCHANERIN, Originalauszug:
ich hab das buch schon vor einem halben jahr gekauft und gelesen. ich war sehr beeindruckt. ich hätte dir so einen roman gar nicht zugetraut. war echt gut, allerdings überarbeitungswürdig von der form her. die neue version habe ich noch nicht gelesen
Leser Rezension: Mit viel Herz geschrieben
Prof. Dr. Marin Trenk, Ethnologie am Goethe Institut in Frankfurt, äußerte sich über meine Schriftstellerei: Meine Studenten könnten das wahrscheinlich nicht.