Michael Maisch

Geboren 1972 in der kleinen Stadt Metzingen am Fuße der Schwäbischen Alb, einem südwestdeutschen Mittelgebirge, das fast schon legendär ist für seinen Reichtum an jurassischen Fossilien. Ich begann mit dem Sammeln von Versteinerungen und der Lektüre einschlägiger Kinderbücher zum Thema Dinosaurier & Co. im Alter von drei Jahren, eine Leidenschaft, die mich nie mehr verlassen hat.

Nach dem Schulabschluss studierte ich Geologie und Paläontologie an der Universität Tübingen, wo ich von so illustren Lehrern wie Seilacher, Reif und Mickoleit lernen durfte. Zahlreiche Expeditionen führten mich in viele ferne Weltgegenden, von den Wüsten Xinjiangs bis in die arktische Einsamkeit von Svalbard, stets auf der Suche nach Überresten meiner liebsten vorzeitlichen Kreaturen, der fossilen Reptilien.

Nach langjähriger akademischer Tätigkeit entschied ich, dass es Zeit war für eine Veränderung und wurde zum paläontologischen Vollzeit-Freelancer, unabhängig von akademischen Beschränkungen, und so mache ich das was mir am meisten Freude bereitet, Fossilien sammeln, präparieren und wissenschaftlich untersuchen. Es war mir stets wichtig meine Begeisterung für die Lebewesen der Vergangenheit mit anderen zu teilen und sie von den Erfahrungen, die ich in jahrzehntelanger Arbeit machen konnte, profitieren zu lassen. Daher schreibe ich nicht nur für Spezialisten, sondern auch für Amateure die gerade erst ihre Abenteuer in den Abgründen der Zeit beginnen.

Meine zweite Leidenschaft war schon immer die Literatur, insbesondere die unheimliche Fantastik (Weird Fiction). Im Alter von neun Jahren las ich Edgar Allan Poe, mit 14 stolperte ich über H. P. Lovecraft. Diese beiden Bösewichte haben meinen literarischen Geschmack (und mein Weltbild) nachhaltig verdorben. Gelegentlich schreibe ich in meiner Freizeit unheimliche Kurzgeschichten dieser seltsamen Geschmacksrichtung, als Gegengewicht zur den oft staubtrockenen wissenschaftlichen Pamphleten.