Michael Schmid begann 1975 bei der Bundeswehr mit einer Ausbildung in Weitverkehrstechnik – Funk, Trägerfrequenz, Digitalübertragung. Dabei musste er Ingenieuren erklären, wie ihre eigenen Systeme funktionieren. Die Konsequenz: ein Physikstudium, um die Grundlagen wirklich zu verstehen. 1982 programmierte er ein ELIZA-ähnliches Dialogsystem auf dem ZX81 – die Erfahrung, wie leicht Menschen einer Maschine Intelligenz zuschreiben, prägt seine Sicht auf die heutige KI-Diskussion.
In den 1980er Jahren entwickelte er ein Output-Management-System für die Massenausgabe von Dokumenten. Es läuft seit 39 Jahren ohne grundlegendes Redesign – ein Beleg dafür, dass solide Architektur keine ständige Erneuerung braucht.
2000 gründete er die it-dialog e.K. in Freiburg. Über Ahrensburg führte der Weg zurück ins Ländle nach Stuttgart. Seitdem arbeitet er als Interim-Manager in kritischen Infrastrukturen: Deutsche Telekom, Energieversorger, Defense. Seine Kernkompetenz ist das Finden von Lücken – zwischen dem, was Technologie verspricht, und dem, was Verträge tatsächlich garantieren. Diese GAP-Finderei führte direkt zu seinen Büchern über Managed Services und KI.