Dr. Maximilian Weber

Liebe Leser,

ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der immer mindestens ein Hund lebte. Deren bedingungslose Liebe, Zuneigung und Treue haben mich schon im Vorschulalter nachhaltig beeindruckt. Meine Familie wohnte in einem Haus mit großem Garten nahe am Waldrand, was die ideale Umgebung für unsere Hunde zum Spazieren und Toben war. Heute denke ich, dass es vor allem dieses natürliche Miteinander war, das uns eine auf beiden Seiten erfüllende Beziehung mit unseren Hunden schenkte.

Doch nicht jeder Hund war so frei und glücklich wie unsere Tiere. Diese Erfahrung musste ich als Teenager bei einem Spanienurlaub machen. Die Straßentiere im Süden führen ein erbärmliches Leben. Sie werden misshandelt und dienen als Projektionsfläche von jedem, der vorbeikommt und seine Aggressionen ausleben möchte. Manchmal wirft ihnen ein mitleidiger Zeitgenosse etwas zum Fressen hin, doch meist ernähren sich die Tiere aus dem Müll. Wie verheerend sich das auf den Gesundheitszustand eines Hundes auswirken kann, zeigt die Geschichte unseres Chico. Den hatten wir aus dem Urlaub zu uns nach Hause gerettet, er muss damals etwa acht Jahre alt gewesen sein. Obwohl unser Benny mit seinen fast 13 Jahren um einiges älter war, schien Chico der Senior zu sein. Chico erhielt bei uns jede Menge Liebe und Fürsorge, doch ihm waren nur wenige Monate in unserer Familie vergönnt. Das harte, wenig artgerechte Leben hatte einfach seine Spuren hinterlassen.

Mich ließ der Gedanke nicht mehr los, dass da draußen viele Hunde sind, die Hilfe brauchen. Mein Vater schlug mir daher vor, mich im lokalen Tierheim zu engagieren. Ich übernahm in meiner Freizeit den Gassi-Service, half in der Betreuung der Hunde im Zwinger und kümmerte mich um Futterspenden. In dieser Zeit lernte ich nicht nur eine Menge über Hunde, sondern vor allem auch über die Menschen. Manchmal ist das Tierheim die einzige Option. Zum Beispiel, wenn ein betagter Hundebesitzer stirbt und sich niemand aus dem Umfeld um das Tier kümmern kann. Neben den vielen, oft noch sehr kleinen Fundtieren, die mitleidige Zeitgenossen ein paar Wochen nach Weihnachten irgendwo auf einem Parkplatz aufgelesen hatten, wurden auch viele Hundesenioren bei uns abgegeben. Viele der Hunde hatten Herz- oder Nierenprobleme, waren übergewichtig und anfällig für Infektionen. Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Dame, die mit ihrem Cabrio vorfuhr und den Hund abgab, weil er graue Haare bekommen hatte. Da ich noch lebhaft den Vergleich von Benny und Chico vor Augen hatte, dämmerte mir schon damals, dass die meisten der Hunde ein deutlich gesünderes und längeres Leben hätten führen können, wenn in Haltung und Pflege nicht solche gravierenden Mängel aufgetreten wären.

Wie jeder weiß, sind vor allem "Modehunde" derart überzüchtet, dass schon sehr früh im Hundeleben Krankheiten auftreten. Die Rechnung ist denkbar einfach: Lebt der Hund lange, werden weniger Welpen verkauft. Das ist eine Seite der Medaille der "Hundeindustrie", die niemand richtig wahrhaben will. Denn es sind vor allem die Welpen, mit denen der Umsatz angekurbelt wird. Sie brauchen Spielzeuge, Hundeschule und spezielle Nahrung. Gerade das Hundefutter ist ein weiteres großes Thema. Trotz Qualitätsversprechen für jedes Lebensalter der Tiere sind die Zutaten weder hochwertig noch optimal auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt. Selbst Tierärzte sind überfordert und haben bei dieser Produktschwemme keinen Überblick mehr.

Ich liebe die Arbeit mit Welpen ebenso wie die Beschäftigung mit Hundesenioren. Im Fokus steht bei mir immer die ganzheitliche Gesundheit Ihres Hundes. In zwei Jahrzehnten habe ich übergewichtige und chronisch kranke Hunde wieder so fit bekommen, dass sie ein langes, glückliches Hundeleben führen können. Das hat mir den Beinamen "Anti-Aging Experte für Hunde" eingetragen. Damit nicht erst im Krisenfall interveniert werden muss, habe ich meine Erfahrungen zu einem ausführlichen Ratgeber zusammengestellt. Damit wissen Sie von Anfang an Bescheid, wie Sie eine gesunde, artgerechte Beziehung mit Ihrem Hund gestalten und wie Sie das Tier richtig pflegen. Neben dem richtigen Verhalten im Krankheitsfall steht vor allem die richtige Beschäftigung mit Ihrem Vierbeiner inklusive Entspannungstraining und Fitnessprogramm im Fokus. Kombinieren Sie das dann mit der richtigen Ernährung, können Sie sich mit Ihrem Hund auf viele glückliche, gemeinsame Jahre freuen und mit einfachen Mitteln das Leben und Lebensqualität des Tieres verlängern! Immer wieder erlebe ich, dass Hunde mit diesem Konzept 20 Jahre alt werden!