Dernes-Klee

Theresa Dernes-Klee, 1970 in Mecklenburg geboren, ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Nach technischer Ausbildung und einem Ingenieursstudium arbeitete sie viele Jahre als Journalistin. Es waren zufällige Begegnungen im Leben und eigene Grenz-Erfahrungen, die sie manche Dinge mit neuen Augen sehen ließen - bis hin zu spirituellen Berührungspunkten. Und es war der zunehmende Stress im Job, der sie auf neue Wege brachte, um dem Hamsterrad aus Routine und beruflicher Abhängigkeit zu entfliehen. Erfahrungen, die sie in ihren Büchern weiterzugeben versucht.

Aber es sind auch ganz einprägsame private und gesellschaftliche Erlebnisse, die sie beim Schreiben verarbeitet: Weil ihr Bruder noch vor 1989 in den Westen ging und fortan nicht mehr einreisen durfte, litt sie sehr unter der Trennung. Der Mauerfall war ein Segen für die Familie. Eines ihrer Herzensthemen ist daher die Erinnerung an die eigene Jugend in der DDR - mit ihren Schranken, aber auch den schönen Seiten.

Mit dem Herausgeben eigener Bücher begann Theresa Dernes-Klee erst nach mehreren Jahren Verlagserfahrung. Während ihrer Arbeit als Lektorin und Projektkoordinatorin für Bücher kam sie auch mit Weltkriegsliteratur in Kontakt - ein Thema, das sie nicht mehr losließ und dem sie Raum in eigenen Büchern widmet - unter Einbeziehung von Originaldokumenten, als authentische Erzählwerke. Und auch hier schließt sich wieder der Kreis zum eigenen Erleben, die Suche nach den Wurzeln, Kriegserfahrungen des Großvaters, der Verlust eines entfernten Verwandten an der Ostfront ... aber es muss auch Platz sein für die schönen, heiteren Dinge im Leben, so auch lustige Kinder- und Teenager-Bücher, befindet Dernes-Klee.

Ein weiteres Thema hat die Autorin eher zufällig aufgepflückt, und beim Schreiben wurde sie von den rasanten Entwicklungen quasi überholt: "Corona, Klappe II.", heißt das heitere bis ernste Werk: ein Tagebuch zwischen Galgenhumor und Weltuntergangsstimmung, das versucht, die Zusammenhänge zu erschließen, aber auch Raum für eigenes Denken lässt.

Eines ihrer Herzensprojekte ist zudem die kleine Sekunde, ein süßer Fratz, der ihrer Fantasie entsprungen ist und inzwischen in eine eigene kleine Welt entführt und sich nach dem reckt, was alle brauchen: Zeit! Damit sie endlich mal für alle reicht;-) Theresa Dernes-Klee publiziert sowohl unter ihrem vollen Namen als auch unter der Kurzform Dernes-Klee. Unter letzterem erschien auch die Erinnerungsreihe: "Sekunde mal, Oma... Wie war das noch?". Es sind Bücher zum Ausfüllen. Mit extra großer Schrift und einfach gehaltenen Fragen sind sie auf die Belange älterer Leute zugeschnitten. Inzwischen gibt es das Buch für Oma, Opa, Mama... Jüngstes Werk ist die kleine Frustfibel "Bauer macht Stau..." Das Buch ist den Bauernprotesten gewidmet. Es enthält Reime und Sprüche von Landwirten, die um ihre Existenz bangen. Während die gedruckte Ausgabe 111 Protestsprüche darbietet, wie sie auf vielen Plakaten zu finden sind, ist im e-book neben den Sprüchen auch ein Anhang vorhanden, der im Klartext die Probleme der Branche benennt.