Wolfgang Kellner

Wolfgang Kellner

Wolfgang Kellner, geboren 1948 in Leer. Diplom-

Verwaltungswirt. Leitende Positionen in Kommunalverwaltungen.

Von 2001 bis 2014 war er hauptamtlicher

Bürgermeister der Stadt Leer.

Das Buch

Wolfgang Kellner schreibt in diesem Buch:

“Warum diese Studie? Haben Strukturen und

Entscheidungen im NS-Staat etwas mit uns heute zu

tun? Auf den ersten Blick betrachten wir eine ferne

Zeit, die so nicht wiederkommen wird. Bei genauerem

Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild: Begriffe wie

„Volksgemeinschaft“ oder „Überfremdung“ werden

wieder benutzt wie in den zwanziger und dreißiger

Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Millionen Opfer

dieser Politik der Ab- und Ausgrenzung, von Nationalismus

und Rassismus werden oft ausgeblendet. Diese

Studie soll helfen, gegenwärtige Entwicklungen besser

einordnen zu können.“

Der Autor untersucht u.a. die Verstrickungen der

lokalen Akteure bei der „Säuberung des Volkskörpers“

und bei der Okkupation der Niederlande

und von Polen. Überwachung und Denunziation

waren auf kommunaler Ebene wichtige Herrschaftsinstrumente

des NS-Staates. Es entstanden formelle

und informelle lokale Netzwerke in der Mehrheitsgesellschaft.

Wolfgang Kellner lenkt den Blick auf fast vergessene

Opfergruppen und zeigt den Terror in einer Kleinstadt

ab dem Jahre 1933 auf. Er skizziert, dass der

Weg in den NS-Staat bereits im Kaiserreich begann.

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