Alexander Kohlhaas

Alexander Kohlhaas, staatlich geprüfter Techniker für Betriebswirtschaft und für Karosserie- und Fahrzeugbautechnik und Heilpraktiker für Psychotherapie, mit entsprechenden Fachausbildungen in Hypnose und Traumatherapie, wie z.B. Brainspotting oder EMDR, wurde in eine Familie von Zeugen Jehovas hineingeboren. Schon in einem Lebensalter von zehn Jahren erkannte er die destruktiven Mechanismen dieser Sekte und äußerte wenige Jahre später erstmals den Wusch, diesen Kult verlassen zu dürfen. Einige Jahre lang wurde diesem Wunsch nicht entsprochen, weshalb er die Volljährigkeit abwartete, um den ersten Schritt in die Befreiung von pathologischen Gedankenmustern, hypnotischen Befehlen und bindenden Kräften gehen zu können.

Seitdem liebt er es, sei es beruflich oder privat, Dinge schnell zu erfassen und Zusammenhänge zu sehen, die andere nicht wahrnehmen wollen oder, wie Wilhelm Reich es ausgedrückt hätte, in ihrem Unterbewusstsein verpanzern. Seiner Meinung nach könnten es sich die Menschen häufig viel leichter machen, wenn sie sich ihren eigenen und den kollektiven Schatten stellen würden, anstatt ihn auf andere Menschen oder Gruppen zu projizieren. Er plädiert für eine nachhaltige Fehlerkultur, die anerkennt, dass wir Fehler machen müssen, um aus ihnen lernen zu dürfen. Erst durch die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Schatten und Fehlern können wir besser werden.

Doch wen lassen wir definieren, was „besser“ ist? Sind es, trotz möglicherweise fortgeschrittenen Alters, immer noch die Eltern, die als Instanz in uns selbst wirken und von uns Dinge verlangen, die wir niemals erfüllen würden, wenn wir innerlich frei wären? Oder sind es die Gesetze und Normen der Gesellschaft, die quer über den Globus von Menschen übernommen werden ohne sie jemals auf ihre Wirksamkeit oder ihre individuelle Gültigkeit hinterfragt zu haben? Hatte Nietzsche nicht Recht, wenn er feststellte, dass die auf Normen beruhende Sittlichkeit der Entstehung neuer und besserer Sitten entgegenwirkt und deswegen zur Verdummung der Menschen führt? Oder lassen wir es zu, dass alte, traumatische Erfahrungen, ob sie nun auf individueller oder kollektiver Ebene wirken, uns steuern, ohne dass wir es merken?

Wie können wir erreichen, dass wir uns besser erkennen, liebevoller mit uns selbst und mit anderen umgehen können, ohne dem Trieb der Massen, die seit Jahrtausenden mit denselben Techniken gesteuert werden, ausgeliefert zu sein? Alexander Kohlhaas beschäftigt sich in seinen Büchern genau mit dieser Art der Fragen, wissend, dass seine Bücher nicht für jeden geeignet sind. Denn die Masse wird weiter mit den Fingern auf andere Menschen oder Gruppen zeigen, ohne sich jemals mit den Inhalten einer Botschaft oder gar mehreren Seiten eines Sachverhalts auseinandersetzen zu wollen. Nur wenige werden den Weg der inneren Erkenntnis gehen können.

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