Mein Name ist Daniel Pallaks. Wenn mir jemand zu Schulzeiten gesagt hätte, ich würde einmal ein Buch schreiben, hätte ich wahrscheinlich abgewunken. Schule war kein Ort, an dem ich besonders aufgefallen bin – zumindest nicht im positiven Sinn. Es gab mehrere Schulwechsel, eine Zeit in einem Internat und viel Widerstand gegen ein System, in dem ich mich nicht gesehen fühlte.
Erst später verstand ich, dass ein Abschluss Türen öffnen kann. Ich holte meine Schulabschlüsse auf einer privaten Ergänzungsschule nach, arbeitete parallel als Jugendreiseleiter und finanzierte mir so meinen Alltag. Später führte mich mein Weg nach Hannover, wo ich eine Ausbildung zum Erzieher begann. Ich engagierte mich als Klassen- und Schulsprecher und beendete die Ausbildung mit einem guten Notenschnitt.
Noch während der Ausbildung wurde ich Erlebnispädagoge – ein Bereich, in dem ich zum ersten Mal erlebte, wie Lernen auch anders funktionieren kann: praktisch, direkt, mit echter Beteiligung. Ich begann ein Studium in Sozialer Arbeit, gründete ein kleines Unternehmen für erlebnispädagogische Klassenfahrten und sammelte Erfahrungen, die mich bis heute prägen.
In einem dieser Sommer lernte ich jemanden kennen, der sagte, er werde bald Coach. Ich dachte zuerst an Sport. Er lachte und erklärte: „Ich arbeite mit Sprache. Ich helfe Menschen, ihren Weg zu finden.“ Diese Begegnung war der Auslöser. Ich begann mit einer Coachingausbildung im NLP und vertiefte mich schnell in die Möglichkeiten, die dieser Ansatz bietet – ohne dabei die Erfahrungen aus der Erlebnispädagogik aus dem Blick zu verlieren.
Mit der Zeit begann ich, beides zu verbinden. Ich brachte NLP-Elemente in handlungsorientierte Settings ein, ergänzte Reflexionsrunden durch gezielte Fragen und beobachtete, wie sich die Tiefe der Prozesse veränderte. Besonders in der Arbeit mit Jugendlichen zeigte sich, wie kraftvoll diese Verbindung sein kann. Themen, die sonst mehrere Tage gebraucht hätten, wurden plötzlich greifbar – und blieben hängen.
Später durfte ich Trainings für Auszubildende in einem großen Unternehmen begleiten. Auch hier zeigte sich: Wenn Menschen ihre eigenen Werte erleben, verstehen sie besser, worauf es im Arbeitsalltag wirklich ankommt. Die Fluktuation sank, die Zufriedenheit stieg.
Heute begleite ich als systemischer Berater, Supervisor und Coach Menschen, Teams und Organisationen auf ihrem Weg. Mit klarem Blick, mit Erfahrung – und mit der Überzeugung, dass Veränderung dann gelingt, wenn sie nicht nur gedacht, sondern gelebt und erlebt wird.