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Große Kunst für kleines Geld – Max Schwimmer


Alfred KubinIllustrierte Bücher sind ein Sammelgebiet für sich. Sammeln lässt sich nach Epochen, nach Stilrichtungen oder eben nach Illustratoren.

Wer beginnt, sich mit Illustratoren zu beschäftigen, stößt schnell auf die großen Namen. Die „Götter“ der Buchillustration tauchen in Katalogen und Antiquariaten immer wieder auf, den Namen Alfred Kubin etwa kann man kaum übersehen, auch einige andere dominieren die Sparte „Buchillustration“ in den Verzeichnissen.

Andere tauchen deutlich seltener auf, sie sind die versteckten Perlen, auf die der Sammler vielleicht nur irgendwann einmal durch Zufall gestoßen ist und die sich aber nach dem ersten Blick sofort in seinem Kopf festsetzen.

Zur letzten Gruppe gehört Max Schwimmer. Im Westen weitgehend unbekannt, hatte der 1895 in Leipzig geborene Schwimmer in der DDR durchaus einen bekannten und guten Namen.

Schwimmers Anfänge als Illustrator liegen im Expressionismus, er arbeitete für verschiedene antibürgerliche Zeitschriften, malte und begann, Bücher zu illustrieren. Nach den Wirren des Krieges lebte er bis zu seinem Tode 1960 in Dresden als Professor an der dortigen Hochschule für bildende Künste.Max Schwimmer

Das Gesamtwerk weist 2.335 Buchillustrationen aus, ein weites Feld für den Sammler also. Als Referenzwerk lässt sich zum einen die Bild-Biographie von Magdalena George nutzen, zum anderen auch die jüngst erschienene schöne neue Biographie von Inge Stuhr im Lehmstedt-Verlag.

Schwimmer zeichnet mit leichter Hand, häufig zu finden sind beispielsweise seine erotischen Illustrationen zu Goethes Elegien. Diese sind indes weit weg von den politisch inspirierten Werken der Frühzeit, doch der künstlerische Grundton Schwimmers bleibt während seines gesamten Schaffens spürbar.

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