Bisson edmond robert johnson max (1 Ergebnisse)
Sprache: Deutsch
Verlag: Washington: NACA May 1955., 1955
Anbieter: Schürmann und Kiewning GbR, Naumburg, DeutschlandSchürmann und Kiewning GbR
Verkäufer/-in kontaktierenVerkäufer/-in mit 5 SternenZustand: Gebraucht - Gut
EUR 62,95
EUR 60,00 VersandVersand von Deutschland nach USAAnzahl: 1 verfügbar
In den WarenkorbZustand: Gut. 60 Seiten, zahlr. Tabellen, Fotos Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Dieser US-Forschungsbericht von Mai 1955 im Besitz der MG dokumentiert den frühen transatlantischen Technologietransfer d…er Nachkriegszeit. Eine Studie, die für die Metallgesellschaft existenzielle Bedeutung hatte: es war die 'Geburtsstunde' der Tribologie-Forschung(Reibungslehre): Mitte der 1950er Jahre untersuchte die NACA unter Hochdruck die physikalischen Grundlagen für die aufkommende Düsenluftfahrt und Raketentechnik. Triebwerke rotierten immer schneller und wurden extrem heiß. Herkömmliche flüssige Schmieröle versagten oder verdampften sofort. Bisson und sein Team untersuchten hier an der absoluten Grenze der Werkstoffkunde: Wie verhindern dünne, feste Oberflächenfilme (solid surface films wie Oxide, Sulfide oder Molybdändisulfid), dass Metalle bei extremer Reibung miteinander verschweißen und fressen? Gleichzeitg war Lurgi auf den Bau von Hochleistungs-Apparaten spezialisiert: die MG-Tochter konstruierte damals riesige, hochkomplexe verfahrenstechnische Anlagen (z. B. Gasreinigung, Hochdruck-Synthesereaktoren, schwere Rührwerke). In diesen Anlagen gab es Ventile, Lager und Wellen, die unter gigantischem Druck und ohne klassische Ölschmierung laufen mussten. Die exakten mathematischen und metallurgischen Daten der NACA über Reibungskoeffizienten (friction) und Verschleißraten (wear) waren für die Lurgi-Ingenieure die perfekte Konstruktionsgrundlage, um Anlagenschäden und Materialermüdung im Keim zu ersticken.Veredelung von Metalloberflächen: Hinzu kam: die Metallgesellschaft war nicht nur Händler, sondern betrieb über ihre Tochtergesellschaften intensive Forschung zur Oberflächenbehandlung (z. B. das berühmte Bonder-Verfahren zur Phosphatierung von Stahl). Die Arbeit der NACA lieferte der MG-Forschungsabteilung in Frankfurt den theoretischen Beweis, wie künstlich erzeugte chemische Schutzschichten auf Metallen den mechanischen Oberflächenschaden (surface damage) drastisch senken können. Für die MG zukunftsentscheidend war schließlich die Kenntnis der strategischen US-Militär- und Luftfahrtforschung. Da Deutschland bis 1955 strengen alliierten Beschränkungen in der Luftfahrtforschung unterlag, war diese NACA-Schrift (Technical Note 3444) ein unschätzbares Fenster zur amerikanischen Spitzenforschung. Die Bibliothekare der Literarischen Abteilung bezogen diese Berichte direkt aus Washington und hatten unser Buch ein Jahr nach seinem Druck auf dem Tisch. Dies war entscheidend, damit die MG-Metallurgen den Anschluss an die absolute Weltspitze bei den Werkstoffen für die Luft- und Raumfahrt nicht verloren. Fazit: ein Schlüsseldokument der modernen Tribologie und Luftfahrt-Werkstoffforschung. Wegweisender US-Forschungsbericht der NACA (1955) über Reibungs- und Verschleißmechanismen von Metallen unter dem Einfluss fester Oberflächenfilme. Unverzichtbares Referenzwerk für die Lurgi-Hochdruckverfahrenstechnik und das metallurgische Zentrallabor der MG zur Entwicklung verschleißfester Spezialapparate und Oberflächenbeschichtungen. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 540.