Zustand: Hervorragend. Zustand: Hervorragend | Sprache: Englisch | Produktart: Bücher | Keine Beschreibung verfügbar.
Verlag: Snoeck Verlag ;, Koeln, 2017
Anbieter: Stefan Schuelke Fine Books, Köln, NRW, Deutschland
Künstler: Proschek, Markus . Verleger: Snoeck Verlag . Herausgeber: Kunstraum Innsbruck . Datum: 2017. Deutsch ; Englisch . 4to. (Quartformat). OLeineneinbd. mit illustr. oBanderole. Ausstellungskatalog, hrsg. von Karin Pernegger, Texte (dt./eng.) von Mark Gisbourne, Interview von Lucy McKenzie mit Markus Proschek. 144 S. mit 70 farbigen Abbildungen. Fuer den in Oesterreich geborenen und in Berlin lebenden Kuenstler Markus Proschek (*1981) stellen unterschwellig nazistische Aesthetiken oder totalitaristische Architekturen immer wieder kuenstlerische Herausforderungen dar. Die in Oel gemalte Bronzeskulptur der Schwimmerin (2006) ist so ein Fall. Sie ruft in gewisser Weise die Bildtradition der Psyche bzw. des Narcissus auf, pendelt aber bildaesthetisch als Breker-Schoenheit zwischen Nazischwulst und Bauhaus-Coolness. Diesem ambivalenten Funktionsverhaeltnis, das zwischen ideologischer Aneignung und der fuer Deutungsmanipulationen offenen Kunstwerke besteht, spueren Proscheks hoechst subtile Arbeiten nach. So auch sein Oelbild Die Merz-Gefallenen (2007), dessen ironisch-fiktive Szenerie im Muenchner Haus der Kunst spielt, wobei im Vordergrund eine Skulptur nach Caspar David Friedrichs beruehmtem Bild Das Eismeer zu sehen ist und sich im Nebenraum Elemente aus dem Merz-Bau von Kurt Schwitters auftuermen. Parodistisch wird so das Kanonische mit der Moeglichkeit seiner Verwerfung konfrontiert, wenn es mit dem Unbotmaessigen in Beruehrung gebracht wird mit der Naziaesthetik des Ausstellungstempels. Dass Kultur und Kunst der Moderne keine stabile Waehrung bilden, hat schon Jacques Derrida mit der Feststellung unterstrichen, Bedeutung ergebe sich nurmehr aus der Relation zwischen den Dingen, wodurch zugleich die Vorstellung, es gebe so etwas wie eine urspruengliche, wahre Bedeutung, obsolet wird. Markus Proschek sagt dazu: Fuer mich waren die auf das Thema gerichteten Sichtweisen ein wenig unbefriedigend. Die meisten zeitgenoessischen Kunstwerke, die sich mit diesen Themen beschaeftigten, schienen mir immer entweder sehr moralistisch, oberflaechlich oder, noch schlimmer, langweilig. Sehr gutes Exemplar.