Beschreibung
8°. 31 SS. ORücken-Brosch. Schriftsatz in 7-Punkt Fraktur. Aussenseiten blass stockfleckig. Leichte alters- u. Lagerungs-, wenig eigentliche Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitgehend sauberes, recht gutes Exemplar - - swissbib mit 4 Standorten - Rede gehalten am Dreikönigstag (od. Epiphanie), 6. Januar 1851 - "Der Verfasser arbeitete diese Rede für eine Versammlungsfeier aus, bei welcher er zumeist eine wissenschaftlich gebildete Zuhörerschaft im Auge halten mußte; darum war er auf Volksthümlichkeit und Gemeinverständlichkeit in Sprache und Stoffbehandlung schon gar nicht ängstlich, und eben vielleicht zu wenig bedacht. Aber auch zum höhern Fluge, den er anstrebte, waren ihm [.] die Schwingen zu kurz gewachsen" (etc.; p. 2) - Der Redner stellte seine Ansprache an die 'Verehrtesten marianischen Herren Sodales' unter das Motto: Non enim erubesco Evangelium / Ich schäme mich nicht des Evangeliums! (Röm. 1, 16) - "Die Grosse Marianische Kongregation wurde in Luzern im Jahr 1578 durch die Jesuiten gegründet, die ein Jahr zuvor nach Luzern gekommen waren. [.] 1584 ergab sich die Aufteilung in zwei Kongregationen. Da der Versammlungssaal zu klein geworden war, begannen die Bürger ihre Versammlungen getrennt von den Studenten abzuhalten. Die Studentensodalität wurde in der Folge die 'Lateinische Kongregation' genannt und die Kongregation der Bürger die 'Deutsche Kongregation der Bürger, Herren und Handwerksleute'. Die Namensbezeichnung weist auf den Gebrauch der Sprache hin." (StAr Luzern, Grosse Marianische Kongregation 1578-1993. Aus: staatsarchiv lu, online; s. auch P. R. Henggeler OSB, Die kirchlichen Bruderschaften und Zünfte der Innerschweiz. Einsiedeln [1955], pp. 65-67: "Die Gründung von marianischen Kongregationen steht mit dem Jesuitenorden in engster Beziehung. Darum finden wir solche eigentlich nur in Luzern", p. 65). - Die Marianische Kongregation oder Sodalität allgemein ist eine "nach Alter, Geschlecht und Ständen gegliederte, festgefügte kirchliche Vereinigung, die bei besonderer Marienverehrung die christliche Standesvollkommenheit ihrer Mitglieder anstrebt und sie zu apostolischer Arbeit im Reiche Gottes emporzuführen sucht. [.] Gegründet wurde sie 1563 von dem jungen Flamen Joh. Leunis SJ am Collegium Romanum [.]. Die Aufhebung des [Jesuiten-] Ordens 1773 bedeutete für zahlreiche Kongregationen den Tod. In den Städten nahmen sich aber vielfach die Weltpriester ihrer an. Nach Wiederherstellung der Gesellschaft 1814 blühten auch die Kongregationen wieder auf. [.] Die Kongregation ist nicht Massen- sondern vor allem Qualitätsorganisation, darum wurde immer eine gewisse Auslese geübt." (M. Buchberger, Hsg., 6, 1934, sp. 125 f.). -- Josef Duret (Luzern 1824-1911 ibid.), kath., von Luzern. Theologiestudium in Luzern, im Sonderbundskrieg Sekretär beim Generalstabschef der Sonderbundstruppen, Franz von Elgger. 1849 Priester 1850-1854 Vikar in Littau, 1855-1885 Kanzler der Basler Bischöfe Karl Arnold-Obrist und Eugène Lachat. 1873 mit Lachat aus Solothurn ausgewiesen, leitete Duret die Diözese von Luzern aus. 1878 Professor am neu gegründeten Priesterseminar Luzern, u.v.a. 1890-1900 Präses der Grossen Marianischen Kongregation. Duret war Mitglied des Zentralkomitees des Piusvereins und dessen Nachfolgeorgans, des Volksvereins. [etc.]. Ungeklärt ist, wieweit der von radikaler Seite gegen ihn erhobene Vorwurf der Scharfmacherei zur Zeit des Kulturkampfes berechtigt ist (HLS). - Sprache: de. Bestandsnummer des Verkäufers CHLU031915
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