Brief WIEN 1578 an Erzherzog ERNST: Gesuch Pfarrer KRAUSS (Großrußbach)

Christoph von Rappach

Verlag: Wien, 1578
Gebraucht Kein Einband

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Beschreibung

Beschreibung:

Brief von 1578 aus Wien. --- Gerichtet an Erzherzog Ernst von Österreich (1553-1595). -- Signiert von zwei niederösterreichischen Kammerräten, darunter Christoph von Rappach; die andere schwer lesbar (David Zapfa Gaug???). -- Mit den kleinen papiergedeckten Siegeln beider Kammerräte. --- Datiert Wien, den 8. Juli 1578. --- Betrifft ein Bittgesuch von Leonhard Krauss, ehemaliger Pfarrer von Großrußbach, der von 1565 bis 1578 dieses Amt bekleidete, aber durch seine Verschwendungssucht hohe Schulden und eine verfallene Kirche hinterließ, weshalb er 1579 sogar inhaftiert wurde. Es geht um die Zahlung einer Geldsumme, die ihm wohl noch zusteht. --- Auszüge: "Auf hienebenligenden Leonharden Crauß gewesenen Pfarrers zu grossen RusstPach, undertheniges Suppliciern mit A. darinnen er umb vergnüegung eines Ressts, so Ime umb Traid{?}, welches er daß Sechß unnd sechzigisten Jars in der Profanndt dargeben, bißherr Ausständig sein, und Sich noch auf Ainhunmdert und siebnzechen gulden erstreckhen solle, gehorsamb bitt." --- Diese Forderung wurde nun mit der Buchhaltung der Profund-Rechnungen abgeglichen; erwähnt ist der ehemalige Profundmeister Christoph Freiherr von Teufel. Schließlich soll die Hofkasse zur Zahlung angewiesen werden. --- Mit zwei Vermerken des Empfängers (wahrscheinlich eigenhändig von Erzherzog Ernst) unter dem Adressfeld, datiert 9. und 16. Juli 1578, darunter die Anweisung an die Hofkasse. Der erste Vermerk mit Paraphe (wohl E. für Ernst). Die Handschrift sieht aus wie andere Vergleichsschriften von Ernst von Österreich. --- Über Leonhard Krauss: "Dem Pfarrer Senften folgte 1565 Leonhard Krauss (Crusy, Crusius). Er wirkte hier bis 1578 und verheiratete sich während seiner Amtszeit. [.]. In Urkunden wird aber beklagt, dass er während seiner 13-jährigen Amtszeit den Pfarrhof ganz veröden und verfallen ließ daß es ein Gräuel war, ihn anzusehen. Sein Nachfolger Erasmus Plankenstein (1579-1591) übernahm den Pfarrhof in desolatem Zustand und erlebte den völligen Einsturz desselbigen im Jahre 1585." (Quelle: Festschrift "Dem Geist Raum geben. 60 Jahre Bildungshaus Schloss Großrußbach", Großrußbach 2013, S. 24.) --- "Dieser Nachfolger hiess Leonhard Crusius, war Hofkaplan der Witwe Maximilian II. und wurde als Pfarrer am 16. Merz 1565 präsentirt. Crusius war nicht nur ein schlechter Wirthschafter sondern geradezu ein Verschwender. Am 28. September 1572 berichtete der Dechant Hilarius Sorger an das Consistorium: 'Herr Pfarrer zu Rusbach will diese Tag in meiner Pfarre (in Pillichdorf) sich verehelichen und begehrt vermög des Zettels ihn auf der Kanzel zu verkünden, weil er aber eine geistliche Person so begehr ich von Herrn Officiali wess ich mich halten soll. Hiemit Gott befohlen.' Der Zettel lautet: Leonhardus Crusius, Pfarrherr zu Grossrussbach, und Kunegundis, eine eheleibliche Tochter des Kaspar Eckerguts zu Grossengersdorf. Das Consistorium ertheilte die Licenz und Herr Crusius verehelichte sich und hilt einen flotten Kirchengang mit Trompeten und einem Laetizel. Jetzt versuchte Crusius auch den Pfarrwiddum zu versilbern. Es gelang. Als er 1577 resigniren musste, fand der Nachfolger 1244 Gulden Steuerschulden und den Pfarrhof dem Einfallen nahe. Angesichts der reichen Pfründe verdross dies den Klosterrath und Official Raidel erhilt am 27. Mai 1579 den Auftrag den resignirten Pfarrer vorzuladen und dann gefangen zu setzen. Es geschah. Am 8. Juli wurde der Gefangene gegen Caution entlassen. Sein Nachfolger Erasmus Plankensteiner (präsentirt 29. April 1578, invest. 1. Juni d. J.), bisher Pfarrer in Oberleis, bezog 1578 die Pfarrei." (Quelle: Theodor Wiedemann: Geschichte der Reformation und Gegenreformation im Lande unter der Enns, Prag 1879, S. 323f.) --- Umfang: zwei Textseiten (33,2 x 22,3 cm), eine Leerseite und eine Adressseite. --- Format (zusammengefaltet): 9,8 x 18,7 cm. --- Zustand: Papier etwas fleckig. Bestandsnummer des Verkäufers ABE-1697417625132

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Bibliografische Details

Titel: Brief WIEN 1578 an Erzherzog ERNST: Gesuch ...
Verlag: Wien
Erscheinungsdatum: 1578
Einband: Kein Einband
Zustand: Gut
Signiert: Signatur des Verfassers
Auflage: 1. Auflage

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