Beschreibung
Handschriftliches Gedicht über das Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. vom 18. Februar 1853. --- Titel: Der 18. Februar 1853. --- 36-zeiliges Gedicht; der Verfasser heißt Alois Sohr. Ein Brief eines Alois Sohr (Linz 1866) an Franz Grillparzer befindet sich in dessen Nachlass. --- Das Gedicht ist für mich gedruckt nicht nachweisbar; allerdings werden die ersten vier Zeilen in einem Zeitungsartikel über die 25-Jahr-Gedenkfeier des Attentats zitiert (in: Mährischer Grenzbote, Iglau, 17. Februar 1838, S. 3): --- "Der Herr gab seinem Engel den Befehl: // Den Liebsten schütze mir von meinen Söhnen! // Und sieh'! Der Kaiser lebt, der Stahl ging fehl - // Und Österreich jubelt unter Freundenthränen." --- Die folgenden Zeilen der Handschrift lauten: --- "Zu Mittag ging der ritterliche Kaiser // An der Bastei mit leichtem Schritt dahin, // Blickt fröhlich auf den Kranz der tausend Häuser, // Ein Adjutant allein begleitet ihn." -- Format: 41 x 25,8 cm. -- Zustand: Blatt gefaltet; sehr kräftiges Papier stärker fleckig, mit Knicken und kleinen Einrissen; größere Einrisse rückseitig alt hinterlegt. --- Über das Attentat (Quelle: wikipedia): Das Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. vom 18. Februar 1853 ist eines der berühmtesten missglückten Attentate in der Geschichte Österreichs. --- Das Attentat: Das Attentat auf den damaligen jungen Kaiser wurde von János Libényi, einem ungarischen Schneidergesellen, ausgeführt. Er war ein ehemaliger Husar in Wien und versuchte, Franz Joseph I. mit einem Küchenmesser zu ermorden. Der Kaiser ging am Tag des Attentates auf der Kärntnertor-Bastei in Wien spazieren, als sich János Libényi auf ihn stürzte. Der Stoß konnte größtenteils durch den Adjutanten Graf O Donnell abgewehrt werden. Der österreichische Kaiser erlitt eine Wunde unterhalb des Hinterkopfes, der Attentäter wurde durch den Adjutanten mit einem Säbel niedergestreckt. Der herbeieilende Fleischhauer Josef Ettenreich half ihm hierbei. János Libényi wurde festgenommen, zum Tode verurteilt und acht Tage später, am 26. Februar 1853, bei der Spinnerin am Kreuz (nicht wie oft fälschlich angenommen auf der Simmeringer Haide) durch den Strang hingerichtet. --- Das mögliche Motiv für den Mordversuch an Kaiser Franz Joseph I. ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Als wahrscheinlich gelten nationale ungarische Motive, die einen Sturz der österreichischen Herrschaft herbeiführen sollten. --- Nachwirkungen: Die beiden Lebensretter von Kaiser Franz Joseph I., Graf O Donnell und Josef Ettenreich, wurden beide auf dem Heldenberg verewigt. Der Fleischhauer Ettenreich wurde zudem geadelt. Franz Josephs Bruder, Erzherzog Ferdinand Maximilian, der spätere Kaiser von Mexiko, rief nach dem Attentat zum Dank für die Errettung Seiner Majestät zu Spenden auf, um in Wien eine neue Kirche zu bauen. Die Kirche sollte als Votivgabe (Dankgeschenk) der Völker der Monarchie für die Errettung Franz Josephs errichtet werden. 300.000 Bürger folgten dem Spendenaufruf. Am 24. April 1879 wurde die Votivkirche Wien schließlich geweiht. --- Johann Strauss (Sohn) komponierte nach dem missglückten Attentat den Kaiser Franz Joseph I.-Rettungs-Jubelmarsch (Op. 126), in dessen Trio die österreichische Kaiserhymne eingearbeitet wurde. --- Bald nach dem missglückten Attentat entstand ein bis heute bekanntes Spottlied über den Schneidergesellen János Libényi. Bestandsnummer des Verkäufers WILLHA 23-10 Ordner Gregorius 1f (1)
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