Beschreibung
Zeugnis der Königlichen Vereinigten Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg. --- Datiert Halle, 15. November 1828. --- Eigenhändig geschrieben, gesiegelt und signiert vom bedeutenden Mediziner, Botaniker, Pathologen und Medizinhistoriker Kurt Sprengel (1766-1833). --- Ausgestellt auf den späteren Privatdozenten und Professor der Philosophie in Berlin Karl Heinrich Althaus (1806-1886). --- Transkription: "H. Karl Althauß, der Theologie Beflissener aus Hannover, hat in dem vorigen Sommer meine Botanischen Vorlesungen mit vielem Fleiße gehört, welches ich hiemit bezeuge. Halle den 15. Nov. 1828. Sprengel, der med. Fac. Ältesten, der Medic. u. Bot. Prof." --- Umfang: knapp eine halbe von vier Seiten beschrieben (26,3 x 22 cm). --- Zustand: Zeugnis mehrfach gefaltet; Papier stärker gebräunt und fleckig, mit Knicken. Mit Fehlstelle im Bereich des Siegels. --- Über Kurt Sprengel (Quelle: wikipedia): Kurt Polycarp Joachim Sprengel, latinisiert Curtius Sprengel (* 3. August 1766 in Boldekow bei Anklam in Pommern; 15. März 1833 in Halle an der Saale), war ein deutscher Mediziner, Botaniker, Pathologe und Medizinhistoriker. Er war Neffe von Christian Konrad Sprengel (1750 1816). Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet Spreng. --- Leben und Werk: Kurt Sprengel war der Sohn eines Lehrers und späteren Geistlichen namens Johann Friedrich Sprengel (1726 1808 oder 1810) und seiner Frau Christiane Sophie Adelung (* ca. 1730), einer Schwester des Germanisten Johann Christoph Adelung (1731 1806). Die Eltern heirateten am 10. März 1760. --- Durch seinen Vater und einen Hauslehrer hatte Kurt Sprengel Sprachunterricht erhalten. Am Samstag, den 16. April 1785 wurde Sprengel an der Universität Halle immatrikuliert, wo er zunächst Theologie, dann aber Medizin studierte. 1787 promovierte er mit dem Thema Rudimentorum nosologiae dynamicorum prolegomena. --- Schon am Freitag, den 17. August 1787 schloss er sein Studium mit der Promotion ab und wurde Privatdozent mit einem Jahreseinkommen von 50 Talern. Bis zum Jahr 1795 praktizierte er als Arzt, Geheimer Medizinalrat und war außerordentlicher Professor. Ab dem Jahre 1789 las er zunächst Vorlesungen als Extraordinarius, wurde aber ab dem Jahre 1795 zum ordentlichen Professor an der medizinischen Fakultät berufen. Zusätzlich kam ab 1797 das Ordinariat der Botanik hinzu. 1795 wurde er Direktor des 1696 gegründeten Botanischen Gartens Halle. Im Jahr 1791 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1793 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt. Seit 1809 war er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. --- Aus seiner 1791 geschlossenen Ehe mit der Tochter des wohlhabenden Kröllwitzer Papierfabrikanten Keferstein, der Sophia Henriette Caroline Keferstein (1767 1839) gingen drei Söhne, Wilhelm (1792 1828), Gustav (1794 1841) und Anton Sprengel (1803 1854), hervor. Darüber hinaus war er Vormund des Baumschulgärtners August Dieskau (1805 1889). --- Als Direktor des Botanischen Gartens in Halle brachte er diesen zu einer großen Reputation. Er mikroskopierte und disputierte u. a. mit Johann Wolfgang von Goethe (1749 1832) und empfing dessen Besuch in seinem Haus am Jägerplatz (heute Jägerplatz 24). So besuchte Goethe ihn am Sonntag, den 11. Juli 1802 und besichtigte mit Sprengel den Botanischen Garten. Dieses Wohnhaus neben dem Botanischen Garten wurde im Jahre 1794 eigens für Sprengel errichtet. Sprengel gilt als einer der Väter der medizinischen Geschichtsschreibung. --- Kurt Sprengels letzte Ruhestätte liegt auf dem hallischen Laurentiuskirchhof, unweit seines Domizils am Jägerplatz sowie des Botanischen Gartens. Nach Sprengel benannte Taxa: Die Pflanzengattung Curtia Cham. & Schltdl. aus der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) ist nach ihm benannt worden. Bestandsnummer des Verkäufers Althaus 2023-3 (33)
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