Beschreibung
eEigenhändiger, signierten Brief des Verlegers und Politikers Georg von Cotta (1796-1863). --- Datiert S. (=Stuttgart), den 14. April 1842. --- Gerichtet an das Freiherrlich von Cotta'sche Rentamt in Dotternhausen bei Balingen. --- Betrifft eine Stute, die ihm vom Land-Oberstallmeister Eduard Albert von Reischach (1797-1861) zum Kauf angeboten wurde. Dieser war ein Bruder seines Schwagers Hermann von Reischach (1798-1876), Ehemann seiner Schwester Ida von Reischach, geb. von Cotta (1806-1862), der mit ihm den Cotta-Verlag leitete. --- Transkription: --- "Der Bruder meines Schwagers und der Landoberstallmeister Rittmeister Fhr. Reichach, hat eine schöne, englische, tragende Stute zu verkaufen. Sie ist braun, ohne Abzeichen, und würde sich, sobald sie das Fohlen gebracht hat gut in unseren Zug, und zugleich zur Nachzucht passen. Da ich nun im Sinne habe, nach und nach, zu 4-6 tüchtigen Mutterstuten überzugehen, und einen Fohlengarten zu halten, so meyne ich wir sollten die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, dieses Thier zu kaufen. Herr v. R. verlangt dafür 36 Louis. Könnten Sie dagegen einen von Ihren minder tauglichen Rossen abgeben, oder fehlt Ihnen einer in dem Zug? Kurz wissen Sie Mittel und Wege zu machen dieses Pferd zu kaufen? Herr v. R. verlangt die Zahlung nicht augenblicklich. Gerne möchte ich zur Fütterung von geschroteten Haber übergehen, und das Schroten durch eigene Leute mittelst der Handmühle vornehmen lassen. Wie groß sind die Ebinger Handmühlen? wie viele Menschen müssen an sie hinstehen um zu schroten? wo könnten Sie dieselben aufstellen? Wer von den Knechten hätte Zeit zu schroten? Könnte die Schrotmühle nicht in der Sägemühle aufgestellt werden? Alle diese Dinge überlegen und bereiten Sie vor, damit ich hinreichende Notizen bey Ihnen finde, um über Anschaffung einer solchen Hand-Schrot-Mühle Entschluß zu fassen. In Betreff der trächtigen Stute und deren Ankauf möchte ich Antwort pr. Briefpost, sobald als möglich. Der Landoberstallmeister v. Reischach wird mich diesen Sommer zu Dotthsn. besuchen, und mit ihm werde ich dann bezüglich auf den anzulegenden FohlenGarten definitifen Entschluß fassen, wenn Sie die Ihnen gestern aufgetragenen Untersuchungen haben vorausgehen lassen. Sorgen Sie nur, daß Pferdeknecht und Leute immer starke, tüchtige Leute seyen." --- Signiert "Georg v. C." --- Mit Vermerk des Empfängers: "erhalten d. 16. beantwortet d. 17. der Post übergeben d. 18. April." --- Umfang: eine Textseite (27,5 x 21,8 cm), zwei Leerseiten und eine Adresseite. --- Format (zusammengefaltet): 12,8 x 8,7 cm. --- Briefpapier mit kleinem Blindsiegel (mit Initialen GC). --- Postalisch gelaufen; mit verwischtem Poststempel "STUTTGART 14. APR. 1842." --- Zustand: Dünnes Papier gebräunt und etwas knittrig. Bestandsnummer des Verkäufers Ostbhf Vorphila 23-10-08 (3) 1
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