Nußbaumer thomas beitrag (1 Ergebnisse)
Weitere BilderVolksmusik in Südtirol. Tänze und Spielstücke aus der Tonbandsammlung Dr. Alfred Quellmalz 1940-42. Mit einem Beitrag von Thomas Nußbaumer und unter Mitarbeit von Volker Derschmidt und Annemarie Gschwantler. Herausgegeben vom Südtiroler Kulturinstitut. Mit zahlreichen Schwarzweißabbildungen und Notenbeispielen und einer beiliegenden Audio-CD mit 40 Hörbeispielen. (= Reihe: CORPUS MUSICAE POPULARIS AUSTRIACAE. Gesamtausgabe der Volksmusik in Österreich, geleitet von Walter Deutsch im Auftrag des Österreichischen Volksliedwerkes, Band 10). Erstausgabe.
Kofler, Franz und Walter Deutsch; Quellmalz, Alfred; Nußbaumer, Thomas (Beitrag); Derschmidt, Volker und Annemarie Gschwantler (Mitarbeit); Südtiroler Kulturinstitut (Hrsg.)
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Leinen. Zustand: gut. Erste Aufl. Großformatiger fadengehefteter Ganzleineneinband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, goldgeprägtem Rücken- und Deckelwappen, Audio-CD in bedruckter Hinterdeckelhülle und fotografisch gestaltetem Schutzumschlag. Der Umschlag dezent berieben und partiell dezent randknickig, ansonsten sehr g…uter Erhaltungszustand. "Mit dem 10. Band des Langzeitprojektes CORPUS MUSICAE POPULARIS AUSTRIACAE wird ein außergewöhnliches Material zur instrumentalen Volksmusik Südtirols vorgelegt: das Ergebnis der musikalischen Feldforschung der Jahre 1940-42. Mit Hilfe des neuesten Magnetophons wurden damals durch die deutschen Musikwissenschaftler Alfred Quellmalz und Fritz Bose in allen Regionen Südtirols 700 Instrumentalstücke aufgenommen. Von diesen einzigartigen Tondokumenten wurden für den vorliegenden Band lesbare und nachvollziehbare Transkriptionen erstellt, von denen 250 Tänze und Spielstücke für die Publikation ausgewählt, kommentiert und mit Bilddokumenten der Gewährspersonen ergänzt wurden. Die Geschichte dieser historisch bedeutsamen Sammlung wird in einem eigenen Kapitel dargestellt, als Zeugnis der politischen Willkür im Umgang mit volkskulturellen Phänomenen in den Jahren des Zweiten Weltkriegs. Die publizierten Tänze und Spielstücke bilden nicht nur einen repräsentativen Querschnitt durch die Tanzmusik in Südtirol, sie geben auch einen Einblick in die Spielpraxis und das Instrumentarium in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die beigefügte CD macht die eigenwillige Klangwelt dieser Musik auch hörbar." (Verlagstext) Alfred Quellmalz (* 25. Oktober 1899 in Oberdigisheim; gestorben 5. Dezember 1979 in Hauset, Belgien) war ein deutscher Musikwissenschaftler. Quellmalz, Sohn eines Stadtarztes, war seit 1928 Assistent beim Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg im Breisgau. 1932 wurde er mit seiner Dissertationsschrift über Die Weise vom Elslein. Ein Beitrag zur Geschichte des älteren deutschen weltlichen Liedes an der Universität Freiburg durch Wilibald Gurlitt zum Dr. phil. promoviert. Am 23. August 1937 beantragte Quellmalz die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.715.632). Nach seiner Assistententätigkeit am Deutschen Volksliedarchiv in Freiburg i. Br. war er von 1937 bis 1945 Archivar und wurde 1938 Leiter der Abteilung II (Volksmusik) des Staatlichen Instituts für Deutsche Musikforschung in Berlin. 1939 war er Mitherausgeber der Anthologie Unser Liederbuch der HJ. Seit 1940 arbeitete er beim SS-Ahnenerbe mit. Im Auftrag seines Instituts und der "Südtiroler Kulturkommission" des SS-Ahnenerbes, bei dem 1941 zum Abteilungsleiter für Volksmusik aufgestiegen war, sammelte er von 1940 bis 1942 Volksmusik in Südtirol, indem er das Land bereiste und mit Hilfe modernster Tonbandgeräte und Kameras die Musik der heimischen Bevölkerung aufzeichnete. Auf diese Weise wurden ca. 3000 Lieder und Instrumentalstücke fixiert. Von 1968 bis 1976 gab er seine Forschungsergebnisse aus den 40er Jahren als Südtiroler Volkslieder in drei Bänden heraus. Zur Erstellung eines wissenschaftlichen Kommentarbandes kam es nicht mehr. Quellmalz' große Bedeutung liegt in der methodisch peniblen und höchst engagierten Dokumentation der Volksmusik im damaligen "Vertragsgebiet", das neben Südtirol (Provinz Bozen) auch die Dreizehn Gemeinden (Provinz Verona) und das Kanaltal (Provinz Udine) umfasste. Als Vertreter der "älteren" deutschen musikalischen Volkskunde gelang es ihm, trotz seiner Kompromissbereitschaft mit dem Regime, seine Arbeit im Wesentlichen ideologiefrei wissenschaftlich zu gestalten. Seine Sammlung ist somit nicht nur als Quelle der Volksmusik unter dem Nationalsozialismus zu verstehen, sondern hauptsächlich als Versuch, die ältesten Schichten der mündlich überlieferten traditionellen Musik Südtirols im Hinblick auf musikhistorische Forschungen auf Band festzuhalten. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 442, (6) pages. 4° (210 x 300mm).