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Andy Warhol und seine Katzen: 15 Minuten Ruhm für 25 Stubentiger

Andy Warhol und seine Katzen: 15 Minuten Ruhm für 25 Stubentiger

Natürlich liebte Andy Warhol, einer der bedeutendsten Vertreter der Pop Art, Katzen. Wie auch nicht? Bereits 50 Jahre vor Grumpy Cat und den vielen anderen Katzen-Memes liebte er es, lustige Katzenbilder zu erstellen.

Anfang der 1950er lebte Andy Warhol zusammen mit seiner Mutter und mehreren Dutzend Katzen zusammen in einem Apartment in New York. 1954 veröffentlichte er im Selbstverlag in kleiner Auflage das Künstlerbuch 25 Cats name Sam and one Blue Pussy (25 Katzen namens Sam und ein blaues Kätzchen). Der Titel enthielt einen Rechtschreibfehler, aber wen interessierte das schon, wenn New York gerade im Begriff war, von der modernen Kunst auf den Kopf gestellt zu werden? Um noch mehr zur Verwirrung beizutragen: tatsächlich enthielt das Buch nur 16 Katzen namens Sam. Die in leuchtenden Farben handkolorierten Lithographien stammen von Andy Warhol, die kalligrafische Gestaltung des Covers und des Innenteils übernahm seine Mutter.

Zu dieser Zeit arbeitete Warhol, der 1987 starb, recht erfolglos als Kinderbuchillustrator. Als seine Mutter von seiner düsteren Lage erfuhr, zog sie von Pittsburgh nach New York, um ihrem Sohn zur Seite zu stehen. "25 Cats name Sam ..." war eins der gemeinsamen Projekte des Mutter-Sohn-Gespanns. Die seltenen Originalausgaben sind kaum noch aufzutreiben, aber einige Exemplare aus einer 1987 erschienenen Neuauflage bei Random House sind ab ca. 70 Euro erhältlich.

Warhols Leidenschaft für Katzen begann mit Hester, aber Warhol befüchtete dass Hester einsam sein könnte. Deshalb adoptierte er zuerst Sam und dann nach und nach immer mehr Katzen, bis schließlich 25 Stubentieger mit ihm in seinem Apartment lebten. Warhols Neffe James Warhola schrieb ein Buch über seinen katzenverrückten Onkel mit dem Titel Uncle Andy's Cats (Onkel Andys Katzen).

25 Cats
Holy Cats und 25 Cats name Sam and one Blue Pussyvon Andy Warhol.

Holy Cats und 25 Cats name Sam and one Blue Pussy von Andy Warhol.

Warhol und seine Mutter veröffentlichten im Selbstverlag ein weiteres Katzenbuch mit dem Titel "Holy Cat" (Heilige Katze). Darin werden die Abenteuer der Katze Hester im Himmel erzählt. Die Originalausgaben liegen preislich zwischen 3.000 und 5.000 Euro, aber auch für dieses Buch gibt es wesentlich günstigere Nachauflagen ab ca. 50 Euro.

Warhol war nicht der einzige Künstler mit einer Leidenschaft für Katzen. Auch Pablo Picasso, Salvador Dalí und Frida Kahlo sind für ihre Liebe zu den Stubentigern berühmt. Wir empfehlen Artists and Their Cats von Alison Nastasi – ein Buch, das Fotografien von 50 berühmten Künstlern mit ihren Katzen zeigt. Darunter Dalís Ozelot Babou und die vielen Katzen aus John Lennons und Yoko Onos Heimtierzoo, wie Salt und Pepper.

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